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Osterferienakademie digital – Kunst im digitalen Labor

Osterferienakademie digital – Kunst im digitalen Labor

Als im Oktober 2020 eine in Präsenz geplante Herbstakademie an der Karl Kellner Schule in Braunfels durch einen pandemischen Hotspot ausfallen musste, bestand das neue Ziel des Projektseminars KuKo, eine Osterferienakademie digital im Zeitraum vom 6.-10.04.2021 durchzuführen. Das Seminar „Kunstkooperation“ unter der Leitung von Gabriele Hüllstrunk arbeitet seit über zwei Jahren an der Schnittstelle der inneruniversitären Lehre und der praktisch angewandten kunstdidaktischen Vermittlung in den unterschiedlichen gesellschaftlichen Institutionen: Schule, Seniorenheim und Museum. Dabei steht für alle Beteiligten das kooperative Prinzip in Planung, Durchführung und Teilnahme im Vordergrund, indem „ein Rad ins andere greift“, so Elizabeth Raszka Studentin und Tutorin des Projektes seit 2019. Raszka weiter: „KuKo ermöglicht uns authentische Lehrerfahrung in einem geschützten Raum“. Das Ziel der Unternehmung KuKo ist die Förderung der ästhetischen Bildung und Begabung.

Bei der Planung der Osterferienakademie digital ging es allen um die Schaffung eines gemeinsamen Aktions- und Gestaltungsraumes, also einem Kulturraum, in welchem die Schüler*innen der weiterführenden Schulen im Umkreis von Gießen zur freiwilligen Teilnahme am künstlerischen Arbeiten eingeladen wurden. Wichtig war es, kunstinteressierten jungen Menschen die Möglichkeit zu geben, gemeinsam künstlerisch tätig zu sein und dies in pandemischen Zeiten. Die Unternehmung Osterferienakademie digital trägt einem weiteren gesamtgesellschaftlichen Auftrag Rechnung: dem Zusammenarbeiten in der Kunst als Ort für gesellschaftliche Teilhabe und Partizipation. Nicht nur die Schulleiterin des LLG Gießens, Antje Mühlhans, bedankte sich im Rahmen der Vernissage am 10.04.21 bei den Studierenden des Projektes und deren Engagement für die Schüler*innen. Auch Herr Dirk Hölscher, Schulleiter der Liebigschule Gießen, betonte die wichtigen Synergien beider Institutionen.  Kooperation macht auch hier vieles möglich, was vorher für jeden Einzelnen undenkbar gewesen wäre.

Zurück zum digitalen Kunstlabor und dessen Organisation

Das kunstdidaktische Handeln setzt normalerweise für uns alle in der Vorstellung einen linearen, materiellen Raum voraus, so war es in der Ursprungsidee verankert. Dieser „normalen“ Vorstellung folgend ging es bei der Struktur des digitalen Formats teilweise um Simulation des Realraums, teilweise um einander durchdringende alternative neue Methoden, welche für insgesamt 50 Schüler*innen von 9 Schulen und 20 Mentor*innen einen gemeinsamen Resonanzraum gewährleisten sollten.

Die Vorstellung des Realraums wurde für die Grundorganisation der digitalen Meetings genutzt. Die Leiterin war täglich von 10.00-16.00 Uhr im Hauptraum/zentralen Meeting anzutreffen und half bei Fragen. Hier fanden jeden Morgen die Begrüßung als auch die Verabschiedung zum Schluss statt. Danach begaben sich die Schüler*innen mit ihren Mentor*innen in die jeweiligen 4 Projektmeetings, also Werkstätten: Malerei, Fotografie, Manga und Zeichnung. Der zugesendete Link wurde den Schüler*innen als Tür vorgestellt, durch die der sie jederzeit rein- und rausgehen konnten. Zwei Wochen zuvor hatten die Teilnehmer*innen von ihren Mentor*innen schon Materialpakete erhalten, welche die künstlerische Arbeit unterstützen sollten. Ein dazugehöriges Skizzenheft mit Projekt-Logo sollte als erste Schenkung einen materiellen Bezug schaffen. Ein Präsent und eine Einladung bildeten also die Grundbindung und das Eigeninteresse eines jeden Schülers an das Projekt. Im Auftakttreffen, eine Woche vor dem Start, wurden den Schüler*innen erste Informationen zum Projekt KuKo, der Organisation und der Zielsetzung erteilt. Hier war es notwendig auf die Netiquette und Verbindlichkeit in der Teilnahme hinzuweisen. Auch bildeten die gewohnten Umgangsformen und Erfahrungen aus dem Real-Raum die Grundlage. Das didaktische Format wurde ebenfalls transparent gemacht. „Wir arbeiten in heterogenen Kleingruppen künstlerisch zusammen und geben Dir dafür Zeit und Raum. Kunst ist ein Ort, an dem man sich ausprobieren, entwickeln, erleben und sich gemeinsam über seine Sichtweisen austauschen kann!“

Materialpaket Malerei und Arbeitsplätze: Manga, Malerei, Zeichnung Fotografie

Zudem wurden den Schüler*innen zwei Kernelemente für die gemeinsame Zusammenarbeit vermittelt: Die Organisation ihres Arbeitsplatzes, als Teil der Werkstatt zu Hause und der Bildungsauftrag, mit dem wir an die Kunstinteressierten herantraten: Du bist gefragt: Wir begleiten deine künstlerische Arbeit und geben dir dabei Hilfestellung. In diesem Zusammenhang wurde ihnen dann auch das reale Ziel der Osterferienakademie mitgeteilt, das in der Entwicklung eines künstlerischen Vorhabens münden sollte. Der Arbeitsplatz inklusive der übersendeten Arbeitsmaterialien hatte dabei einen wichtigen Stellenwert, der den Schüler*innen auch so vermittelt wurde: Teilhabe aller, Werkbank zu Hause inkl. der Dokumentation der Arbeiten an der Wand, Organisation und Strukturierung des Arbeitsprozesses und Möglichkeit der Synchronisierung der Zusammenarbeit. Das kunstdidaktische Handeln wurde für die Mentor*innen und Teilnehmer*innen transparent und greifbar. Der performative Gesamtcharakter wurde an dieser Stelle als räumliche Spiegelachse zu einem Resonanzraum für das gemeinsame Erleben beim kunstpraktischen Handeln.

Kunstklassen: Fotografie, Manga, Malerei, Zeichnung

Die einzelnen Tage hatten bestimmte Oberthemen:

1. Tag: Technik, Material und Methode 3. Tag: Künstlerisches Vorhaben und Strategie   4. Tag: Eigenes Werk auswählen / Inszenierung des Werks zu Haus „Kunstwerk in der Box“ + Kurzfilm 5. Tag: Ausstellungsaufbau: Kurzfilme, Evaluation, Abschied

Schon am 1. Tag unter dem Motto „Kennenlernen“ wurde sichtbar, dass das Konzept nicht nur von den Schüler*innen durch deren persönliche Teilnahme angenommen wurde. Die Familie um Julius Eichberger partizipierte ebenfalls aktiv und kreativ an den Fotoübungen des Projektes und lernte uns alle dabei kennen.


Projektexponate Fotografie, Malerei, Zeichnung und Manga von: Julius 6. Klasse, Chantal 9.Klasse, Leonie 6. Klasse, Sibel 10. Klasse

Im Hauptraum kamen immer wieder Schüler*innen vorbei, die zum Teil aus den Meetings herausgefallen waren und deren Links nicht mehr funktionierten. Die Aufgabe der Koordinatorin bestand dann darin, im Hintergrund dafür zu sorgen, dass niemand verlorenging. Da die Projektleitung Zugang zu allen Werkräumen hatte, konnte sie diese auch jederzeit besuchen und die aktiven Links an alle weiterleiten. Im Hauptraum kam es jederzeit zu netten Gesprächen mit den Teilnehmer*innen, die z.T. auch aus Neugier vorbeikamen. So beispielsweise die Begegnung mit Kaniwar, einem Schüler der 7. Klasse, der schon am ersten Tag vorbeischaute; und auf die Frage, was er mit der Osterakademie verbinde, entgegnete er: „Wir schaffen etwas gemeinsam und gemeinsam macht es einfach mehr Spaß. Vor allem macht es Spaß zu sehen, dass die anderen so sind wie ich.“ Im Hauptraum durfte also auch Plauderlaune entstehen und im Gespräch berichtete Kaniwar von seiner Motivation am Manga- Projekt teilzunehmen, wobei es ihm wichtig war hervorzuheben, dass er noch Anfänger sei. Er betonte sein Interesse an Superhelden und deren Superkräften. Auf die Nachfrage nach seinen eigenen Superkräften und Fähigkeiten erzählte er: „Meine Fähigkeit ist die Kreativität. Kreativität bedeutet: Meine Fantasie, die keine Grenzen kennt.“ Das gemeinsame Schaffen war hier schon Ausdruck für das gemeinsame künstlerische Tun in der Gruppe. Das interessengeleitete Zusammenführen der Manga- Fans in dieser heterogenen Gruppe, die auch Leistungsunterschiede kenntlich machte, war für Kaniwar kein Problem. Er hatte sein eigenes Vorhaben schon mitgebracht: „Ich fange gerade erst an und bin leider noch kein Profi.“

Am 2. Tag mit dem Thema Material und Technik standen Projektbesuche in den einzelnen Meetings auf dem Plan. Sowohl die konzentrierte Arbeitsweise und das harmonische Miteinander hatte in jeder einzelnen Gruppe ihre eigene Qualität: die lebendigen Teilnehmer*innen im Manga-Projekt, die in drei versch. Gruppen arbeiteten (Einsteiger, Fortgeschrittene, Profis), die fokussierten Fotografen, die gemütlichen Maler*innen und die lebendigen Zeichner*innen, die jeden Morgen mit Spielen am Bildschirm begannen. Beim Besuch der Manga-Truppe beschrieb Lugain, 8. Klasse, Manga-Projekt ihren konzentrierten Schaffensprozess mit, sie sei im „Mood“ … in der Stimmung und bei Laune, da „man Sachen einfach auch anders ausprobieren kann als sonst.“ In der Zeit zu sein, d.h. das Bewusstsein darüber im eigenen Werkprozess zu sein, wurde hier für Lugain auch im digitalen Format erlebbar.

Mela 16 Jahre, ebenfalls Teilnehmerin bei den Mangas, fügte hinzu, dass sie „eigene Ideen und andere Perspektiven kennenlernt“ und eine „Freiheit, die man im Kunstunterricht nicht hat.“


        

Projektexponate Fotografie, Malerei, Zeichnung und Manga von: Lero 10. Klasse, Leandra 11. Klasse, Florian 6. Klasse , Mela 11. Klasse.

Am 3. Tag ging es um die Entwicklung eines künstlerischen Vorhabens, welches über die Umsetzung von künstlerischen Strategien erfolgt. Exemplarisch zu nennen ist Leonie Gutschow, 6. Klasse und Teilnehmerin des Projekts Zeichnung. Sie entwickelte ihr Bildkonzept mittels einer Ja/Nein-Liste: „Auf meinem Bild möchte ich Bäume und Häuser sehen, aber keine Menschen. Meine Arbeit soll mit Farbe gestaltet werden.“

Sowohl das Konzept als auch das digitale Format waren aufgegangen: Die didaktischen Konzepte waren alle über folgende Schwerpunkte geplant: Arbeitsplatz und Werkdokumentation an der Wand, Erkundungsaufträge im eigenen Raum, Rückzugsräume in kreativen Phasen, gemeinsame Werkstattrunden und Gespräche mit allen. „Wir sitzen nicht die ganze Zeit vor dem PC, bewegen uns und haben Raum für uns. Es macht einfach Spaß“, so Lero Merz, 10. Klasse und Teilnehmerin des Fotoprojektes. Die künstlerische Handlung war über ein klares didaktisches Konzept der Projekte zum verbindenden Element bei allen Teilnehmer*innen geworden. Das Format mit digitalen Räumen/Meetings war also Teil eines interaktiven „Raums der Begegnung“, welcher über das künstlerische Vorhaben bestimmt und durch das gemeinsame Erleben zusammen mit den Mentorinnen verbunden wurde. Die hohe Identifikation der Schüler*innen mit der digitalen Kunstwerkstatt wurde hier sichtbar. Die erlebte Zeit im künstlerischen Prozess wurde  zur Teilhabe und Partizipation aller im virtuellen Raum. Diana Reiter, Mentorin des Projekt Zeichnung, strahlte und bekräftigte an diesem Tag, wie glücklich sie das emsige Arbeiten der Schüler*innen mache und dass die Osterferienakademie digital „eine unglaublich gewinnbringende Erfahrung ist und mir nochmals verdeutlicht hat, dass ich den richtigen Studiengang gewählt habe.“

                 

Projektexponate Fotografie, Malerei, Zeichnung und Manga von: Maria 9. Klasse, Leandra 11. Klasse, Melina 9. Klasse, Mela 9. Klasse.    

Am 4. Tag ging es schon um die Auswahl des Werkes, was für niemandem ein Problem darstellte, da der offene Werkprozess in der Vermittlung von vornherein hervorgehoben wurde. Das Versprechen, auf der Vernissage Einblick in den Arbeitsprozess zu gewähren, war für jeden der 50 Teilnehmer *innen in Form eines Kurzfilmes von max. 30 Sek. gerne umgesetzt worden. Diese wurden dann projektweise zusammengeschnitten und am Abend der Vernissage von den jeweiligen Projektmentoren vorgestellt und gezeigt.

Projektexponate Fotografie, Malerei, Zeichnung und Manga von: Julius 6. Klasse, Sophie 9. Klasse, Maja 11. Klasse , Sebastian 11. Klasse.

Am 5. Tag ging es im Rahmen des Ausstellungsaufbaus nicht nur um das Fertigstellen der Filme, sondern auch um Abschied und Evaluation des Projektes. Hier wurde die Gesamtform des Projektes Osterferienakademie digital für alle greifbar und der Inhalt im Austausch differenziert.  

Drei Fragen galt es zu beantworten:

Mit welchen Vorstellungen sind die Schüler*innen der Einladung zu einer digitalen Osterferienakademie gefolgt? Welche Vorstellung von Kunst nehmen die Schüler*innen nach der Osterferienakademie digital mit? Geht Kunst und digitale Werklehre zusammen?  

Hier die Antworten:

Format Osterferienakademie  Ich hatte die Befürchtung, es ist steif und es kann etwas mit Leistungsdruck zu tun haben. Das Gegenteil war der Fall. Ich konnte Leute kennenlernen und man hatte das Gefühl, dass man zusammen in einem Raum war.“                                                   Laura, 11 Klasse, Projekt Malerei. „Die Befürchtung,, es werde streng war voll umsonst“.              Sibel 9. Klasse, Projekt Manga. „Jeder hatte seinen Platz und es war eine Gemeinschaft.“      Mela 10. Klasse, Projekt Manga.   2. Kunst + Osterferienakademie  Kunst bedeutet: „Natur, Entspannung, Freude und Spaß.“ Linus 7. Klasse Projekt Zeichnung.  „Man kann seine Ideen und Fantasien rauslassen.“              Lilith 7. Klasse Projekt Manga.  „Auch wenn man nicht genau weiß, wie man sich fühlt, die Kunst zeigt es uns.“                                                                                                           Alexandra 10. Klasse, Projekt Zeichnung. „Kunst zeigt ein Stück, wer man ist.“                                        Mela 10. Klasse, Projekt Manga.   3. Kunstakademie digital „Es hat erstaunlich gut geklappt. Es gibt ganz neue Ideen und Möglichkeiten.“ Dabei betont sie, dass sie normalerweise in Präsenz nicht hätte teilnehmen können aufgrund der Entfernung.                                                                                                                    Laura 11. Klasse, Projekt Malerei.  „Digitaler Modus und Kunst gehen gut zusammen, da Kunst verbindet und man sie an jedem Ort zusammen machen kann. Das Arbeiten hier hat uns alle zusammen verbunden.“                                                                                                                   Leandra 11. Klasse, Projekt Malerei.

Was wurde sichtbar?

Die Vernissage am 10.04.21 bot dem familiären Umfeld das Fest und allen Teilnehmer*innen einen Abschluss, bei welchem Eltern, Freunde und Kunstinteressierte zusammentreffen. Der Würdigung aller Arbeiten und der Freude sich präsentieren zu dürfen, sollte hier Raum gegeben werden. Innerhalb der Kurzfilme wurde die Vielfalt der Präsentationsformen sichtbar. Neben musikalischen Untermalungen und Kommentaren traten auch viele Schüler*innen direkt vor ihren inszenierten Werken daheim in Erscheinung. Die ästhetische Vielfalt der Werke wurde so auch allen Besucher*innen wie Teilnehmer*innen der Vernissage nahbar und die eindrucksvolle Arbeitsintensität der Schüler*innen greifbar gemacht. Die Filmpräsentationen bildeten somit das dramaturgische Herzstück der Vernissage. Allen war es wichtig, einen Einblick in den eigenen Arbeitsprozess zu gewähren. Dementsprechend wurden nach den Präsentationen Teilgruppen für die versch. Projekte eröffnet, in diesen digitalen Nebenräumen konnten sich die Projektmentoren mit ihren Teilnehmer*innen und Familien und Freunden zurückziehen. Die übrigen Besucher der Vernissage verblieben im Hauptraum, wo ein Film über die Werkstätten des Instituts für Kunstpädagogik gezeigt wurde, welcher von Sina Berger und Benedikt Helmer, Projektteilnehmer von KuKo, gedreht wurde. Die Vernissage endete mit einem offenen Ausklang und der Bitte um Feedback.

Hier einige Rückmeldungen der Besucher und Teilnehmer des Abends:

 „Als Teilnehmender möchte ich Ihnen rückmelden, dass die Osterferienakademie eine sehr schöne, interessante und super organisierte Veranstaltung war. Die Arbeiten der Schülerinnen und Schüler sowie das Video des Instituts haben mich wirklich beeindruckt!“, Martin Reinert, Projektkoordinator Gießener Offensive Lehrerbildung (GOL) der JLU Gießen.

Zur Elternperspektive hier die Rückmeldung von Frau Jirka, der Mutter einer Teilnehmerin: „Die Wertschätzung für ästhetisches Arbeiten, die durch den Lockdown ja fast ausbleibt, kam genau zur rechten Zeit, sicher auch für die Studierenden. „Das war ein so gelungenes Projekt, zu dem ich Ihnen und Ihrem Team ganz herzlich gratulieren möchte.“

Selbst aus renommierter kunstdidaktischer Perspektive aus dem Ausland erhielt das Projekt eine würdigende Rückmeldung. Herr Dr. Nobumasa Kiyonaga, Professor Professor für Kunsttheorie an der Ostasien-Universität in Shimonoseki, Japan, meldete uns folgende Zeilen zurück: „Dementsprechend haben Ihre Studenten enorme Leistungen erbracht. Insgesamt bewundere ich schließlich Ihre Führungs- sowie Tatkraft, all das ermöglicht zu haben, und zwar mitten in der historisch beispiellosen Pandemie! Damit haben Sie zusammen mit Ihren Studenten und den Schüler*innen ein Zeichen gesetzt, dass man auch unter dieser Pandemie das erfüllte Kulturleben gestalten kann! „

Dieser Laborbericht endet mit den würdigenden und beherzten Worten von Herrn Prof. Dr.   Buschkühle, dem Leiter des Instituts für Kunstpädagogik: „Das Projekt hat so großes Potential, dies kann ein Auftakt sein.“  Von den 50 teilnehmenden Schüler*innen möchten alle weiterarbeiten.  Im Seminar wird die Fülle an empirischem Material gesichtet, erforscht und optimiert werden. Eines hat das Labor „Osterferienakademie digital“ gezeigt: Kunst durchdringt den digitalen Raum und wir können mittels dieser digitalen Verbindung sowohl künstlerisch als auch kunstpädagogisch tätig sein, im Resonanzraum Erlebnisse teilen und Fähigkeiten in einem sozialen Miteinander fördern. Kultur ist auch in Pandemiezeiten möglich und eine Herzensangelegenheit von gesellschaftlicher Bedeutung. Nicht nur die Schüler*innen werden weitermachen, sondern auch das KuKo Team.

Das nächste offene Kunsttreffen ist für den 23.04.2021von 15.00 -17.00 Uhr geplant.  

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